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GOT BAG

FAQ

CORPORATE FOCUS

  • Was ist euer Ansatz?

    Unsere Arbeit zielt darauf ab, ganzheitlich gegen Plastikmüll vorzugehen, der sich negativ auf das Ökosystem Meer auswirkt. Um den weltweit ersten Rucksack aus selbst gesammeltem Meeresplastik herzustellen, bauten wir rund um unseren Gründer Benjamin Mandos 2016 ein eigenes Clean-up-Programm in Indonesien auf. In Folge des zunehmenden Bekanntheitsgrades und der wachsenden Absatzmenge der Produkte konnten wir den Einflussbereich vor Ort mittlerweile ausdehnen. Basierend auf Clean-up-Erfahrungen vor Ort und den Berechnungen von Jambeck et al. (2015) sammeln wir inzwischen nicht mehr ausschließlich Plastik aus dem Meer, sondern können ausgehend von der Küste immer größere Gebiete mit den Sammelstellen erschließen. Indem Menschen vor Ort eine direkte Möglichkeit zum Recycling bekommen und grundlegende Strukturen für Abfallbewirtschaftung geschaffen werden, gehen wir präventiv dagegen vor, dass unsachgemäß entsorgter Plastikmüll langfristig das Meer bedroht und konnten so den Mehrwert für das Ökosystem vor Ort in den ersten beiden Jahren unserer Geschäftstätigkeit vervielfachen. Das vor Ort gesammelte Plastik fassen wir mit dem Begriff Ocean Impact Plastic zusammen.

  • Was ist Ocean Impact Plastic?

    Ocean Impact Plastic sind nach unserer Definition Plastikabfälle, die aufgrund fehlender Abfallwirtschaftssysteme unsachgemäß entsorgt wurden und somit entweder bereits im Meer treiben oder sich noch in küstennaher Natur befinden und daher Gefahr laufen, in die Meere zu gelangen. Wir sammeln dieses Plastik, bevor es weiterhin die Natur und insbesondere die Ozeane bedroht und wichtige Lebensräume zerstört. Da sämtliches Plastik manuell zusammengetragen wird und unter anderem abhängig von Gezeiten und Strömungen in der Region des Clean-up-Programms ist, schwankt die Ocean Impact Plastic-Zusammensetzung etwas. Ocean Impact Plastic besteht damit aus Plastik direkt aus dem Meer inklusive den Mangroven-Regionen sowie Plastik aus küstennahen Gebieten. Letzteres sammeln wir vor allem in der Delta-Region der dortigen Flüsse und küstennahen Gewässern. Da die Menschen vor Ort größtenteils auf kein funktionierendes Abfallwirtschaftssystem zurückgreifen können, können sie ihren Plastikmüll auch direkt an unseren Sammelstellen abgeben.

  • Auf welche Felder der Nachhaltigkeit habt ihr den größten Einfluss?

    GOT BAG haben wir mit der Mission gegründet, die Abfallmengen in den Meeren zu reduzieren und wertvolle Rohstoffe wiederzuverwerten, die ohne ein Kreislaufsystem verloren gehen würden. Wir  wollen mit unserer Arbeit ein Zeichen setzen, um die Müllproblematik stärker in die Öffentlichkeit zu bringen und die Menschen zu einem bewussteren Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu sensibilisieren.

    Unsere Produktion erfüllt soziale, ökologische und ökonomische Kriterien des nachhaltigen Wirtschaftens. Die Ressourcen werden geschont, ohne dass Kompromisse bei der Qualität unserer Alltags- und Reisebegleiter gemacht werden. Sie sind hochwertig und langlebig – und außerdem minimalistisch und zeitlos, mit einem Design, das die schnelllebige „Fast Fashion“-Industrie überdauert. Mit unserem angebotenen Reparaturservice kann die Lebensdauer der Produkte zusätzlich verlängert werden.

    Wir unterstützen in Indonesien den Aufbau einer Abfall-Infrastruktur im ländlichen Raum und schaffen Arbeitsplätze für Alle. Mit unserem Code of Conduct verpflichten wir uns zu einer fairen Behandlung und Bezahlung aller in der Wertschöpfungskette Beschäftigten: faire und sichere Arbeitsbedingungen, gerechte Löhne und die gleichberechtigte Behandlung aller Stakeholder sind die Maxime unseres Handelns.

    Ziel all unseres unternehmerischen Handelns ist, ganzheitlich gegen Plastikmüll vorzugehen, der sich negativ auf das Ökosystem Meer auswirkt. Deshalb beschränken wir unsere Tätigkeit vor Ort in Indonesien nicht darauf, das PET zu reinigen und weiterzuverarbeiten. Vielmehr führen wir auch die anderen gesammelten Kunststoffarten passenden Recycling-Lösungen zu.

GRÜNDUNG

  • Warum genau habt ihr euch entschieden, Rucksäcke aus Ocean Impact Plastic herzustellen?

    Benjamin Mandos und Roman Ruster, unsere beiden Gründer von GOT BAG, waren seit Kindertagen eng mit dem Meer verbunden und wollten aktiv etwas dafür tun, dass weniger Plastik in die Ozeane gelangt. Symbolisch passt ein Rucksack da natürlich gut – weil er dafür steht, dass wir alle gemeinsam die große Aufgabe schultern müssen, die Wasserqualität für die Zukunft von Flora und Fauna zu sichern. Tatsächlich ergab sich die Idee jedoch eher zufällig, machte für die beiden aber vor allem Sinn, weil er im Idealfall ein besonders langlebiges, robustes und pflegeleichtes Produkt sein kann. Mittlerweile sind wir, die Mitarbeitenden und die GOT BAG Kund:innen nicht nur von der ursprünglichen Idee überzeugt, sondern ebenso von den funktionalen Rucksäcken mit ihrem minimalistischen, zeitlosen Design. Der ROLLTOP hat sich als idealer Allrounder etabliert.

  • Warum habt ihr Indonesien als Ort für die Aufräumarbeiten gewählt?

    In Indonesien fallen jährlich mehr als drei Millionen Tonnen Plastikmüll¹ an. Davon endet rund ein Drittel irgendwann im Meer. Mit bis zu 1,29 Millionen Tonnen jährlich neu hinzukommendem Meeresplastik ist es damit nach China das Land, in dem weltweit am meisten Plastik ins Meer gelangt². Wenn hier angepackt wird, kann dies zu deutlich sichtbaren positiven Veränderungen führen. 

    In Indonesien haben wir außerdem schnell Partner:innen gefunden, die das Plastik in einem technologisch anspruchsvollen Prozess, der europäischen Standards entspricht, zu Pellets verarbeiten können. Auch konnten wir hier Organisationen identifizieren, die aus sämtlichen, Kunststoffsorten, die noch nicht zur Produktion unserer Produkte genutzt werden können, weitere neue Artikel herstellen oder sie zur Wärmegewinnung verwenden.


    ¹vgl.: Hotz, Robert Lee: Which countries create the most ocean trash 2015. Erschienen in The Wall Street Journal. Online abrufbar unter: https://www.wsj.com/articles/which-countries-create-the-most-ocean-trash-1423767676 [Zugriff am 22.02.2022].

    ²vgl.: Jambeck et al.:Plastic waste inputs from land into the ocean 2015. Erschienen in Science Magazine. Online abrufbar unter: https://www.science.org/doi/10.1126/science.1260352 [Zugrif am 22.02.2022].

  • Wo ist euer Hauptstandort und gibt es Filialen?

    Unser GOT BAG Hauptstandort ist in Mainz, im Südwesten Deutschlands. Mitte 2020 gründeten wir einen weiteren Standort, um den nordamerikanischen Markt zu erschließen. Unser Büro dort befindet sich in Portland, Oregon, mit zwei Zweigstellen in Denver, Colorado, und Toronto, Ontario.

    Auch wenn wir (noch) keine eigenen Stores haben, können die Produkte bei einem der offiziellen Handelspartner:innen angesehen und gekauft werden. Für genaue Standorte geht es hier zum Store-Locator.

INNOVATION

  • Was ist an euren Produkten so besonders? Inwieweit kann eure Geschäftsidee als innovativ bezeichnet werden?

    Wir haben als erstes deutsches Unternehmen einen Weg aufgezeigt, wie die globale Müllproblematik und der weltweite Umgang mit Kunststoffabfall ganzheitlich in Angriff genommen und mit wirtschaftlichen Methoden erfolgreich verbessert werden kann. Unsere Produkte – Rucksäcke und Taschen – stehen für den ganzheitlichen Ansatz, durch unternehmerisches Handeln einen positiven Einfluss auf das Ökosystem Meer zu erzielen und durch Aufklärungsarbeit für einen bewussteren Umgang mit Plastik zu sensibilisieren. Zum Zeitpunkt der Gründung im Jahr 2016 gehörten wir zu den ersten Initiativen, die Plastikabfälle aus den stark verschmutzten Meeren Südostasiens recycelten, um sie als Ausgangspunkt für die Produktion der langlebigen Reisebegleiter zu verwenden. Noch heute ist unser Geschäftsmodell eines der wenigen, das eine ganzheitliche Antwort auf ein global existierendes Problem bietet: Unser innovativer Anstoß für eine konsequente Kreislaufwirtschaft durch Kunststoffrecycling und Weiterverwendung für hochwertige Produkte ist die einzige realistische Chance, um zu erreichen, dass die Menge des ins Meer gelangenden Mülls in Zukunft nicht mehr die des geborgenen Plastiks um ein Vielfaches übersteigt.

IMPACT

  • Messt ihr euren ökologische Fußabdruck? Gibt es ein LCA (life cycle assessment) für das Material/die Produkte?

    Für international agierende Unternehmen mit einer mehrstufigen, komplexen Wertschöpfungskette ist es enorm schwierig, den ökologischen Fußabdruck der Produkte oder des gesamten Unternehmens komplett abzubilden. So ist auch das innovative GOT BAG Geschäftsmodell, das das Recycling von Ocean Impact Plastic und dessen Verarbeitung zu Textilien zum Ziel hat, noch so neu, dass zunächst die einzelnen Produktionsschritte optimiert werden mussten. 

    Wir wollen die sozialen und ökologischen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit ganzheitlich offenlegen, um aufzuzeigen, dass Ökologie, Ökonomie und soziales Verhalten keineswegs gegensätzliche Ziele sein müssen. Zu diesem Zweck streben wir eine umfassende Zertifizierung als B Corporation des B Lab Netzwerks an, die sich in ihren Statuten dazu bekennen, einen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen und ökologisch nachhaltig zu handeln. Analog dazu soll mit PLAN A unser gesamte CO2-Fußabdruck erfasst, reduziert und letztendlich kompensiert werden. Mit dem TÜV testen wir bereits ein gemeinsam entwickeltes Zertifizierungsprogramm, das den Anteil recycelter Materialien an den Endprodukten bestätigt.

  • Mit wem kooperiert ihr?

    Alle unsere aktuellen Kooperationen sind hier zu finden. Dort erklären wir auch, warum wir uns für eine Zusammenarbeit mit diesen Partner:innen entschieden haben.

  • Warum habt ihr einen Podcast gestartet und wo finde ich ihn?

    Wir sind überzeugt, sich im Austausch mit anderen stetig weiterentwickeln zu können, neue Inspirationen zu sammeln und gemeinsam mehr bewirken zu können. Unser Gründer Benjamin spricht deshalb im ‘Create an Impact-Podcast’ mit Visionär:innen, Vorbildern und Partner:innen. Gemeinsam soll ein stärkeres Bewusstsein für die weltweite Plastikmüllkrise und ihre Konsequenzen geschaffen werden – entsprechend unser anderen Kanäle wie Instagram, Facebook etc. 

    In der ersten Staffel spricht Benny unter anderem mit dem CEO von Sea Shepherd, der Gründerin von Plan A und York Hovest, der den Atlantik mit einem Ruderboot überquert hat. Der Podcast soll aber nicht nur Menschen aus der Branche inspirieren. Auch Außenstehenden soll er Insights über das Leben auf hoher See, den Auswirkungen von Plastikmüll auf die Ozeane geben und Mut zur Veränderung bieten. Den Create an Impact-Podcast findet man überall, wo es Podcasts gibt.

  • Warum verkauft ihr Rucksäcke, wenn ihr eigentlich die Meere von Plastik befreien wollt?

    Unser Business-Modell baut auf der Überzeugung auf, dass sich nachhaltige Entwicklung und eine innovative, starke Wirtschaft gegenseitig bedingen. Die soziale Marktwirtschaft Deutschlands macht es uns möglich, wirtschaftlich effizient zu agieren und unter Beweis zu stellen, dass sich soziale und ökologische Ziele nicht widersprechen müssen. Wir sehen unternehmerische Verantwortung darin, Menschen weltweit für das Plastikproblem zu sensibilisieren – und nutzen die durch wirtschaftlichen Erfolg entstandene Reichweite als Plattform, um glaubwürdig und transparent Mitstreiter:innen für die eigene Mission zu finden. 

    Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt nachhaltiges Wirtschaften der Unternehmen, indem es marktorientierte und technologieoffene Rahmenbedingungen schafft und ressourcen- und umweltschonende Produkte und Verfahren fördert. Mit der wachsenden Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit steigt zudem das Interesse der Unternehmen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Auch wir möchten dementsprechend ein Teil der Lösung und nicht des Problems sein und verpflichten uns mit einem freiwillig entwickelten Code of Conduct zu einer sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Verhaltensweise.

    Wir sind überzeugt, dass Nachhaltigkeitsziele beispielsweise im Bildungs- und Gesundheitssystem, aber auch in vielen anderen Bereichen ohne intelligente Innovationen, moderne Infrastrukturen und eine leistungsfähige Industrie nicht denkbar sind. Deshalb sehen wir Nachhaltigkeit als eine Chance für alle. Die im Jahr 2015 von den vereinten Nationen verabschiedete Agenda 2030, die im Rahmen von 17 Sustainable Development Goals (SDG) weltweit menschenwürdiges Leben schaffen möchte, dient uns als Orientierung, um Verantwortung zu übernehmen. Unsere Mission unterstützt insbesondere die Ziele gegen Armut und für qualitative Bildung, sauberes Wasser, verantwortungsvollen Konsum, den Klimaschutz und das Bewahren der Artenvielfalt der Meere.

ZIELE | UNTERNEHMENSSTRATEGIE

  • Was ist eure Vision für die Zukunft? Welche Ziele habt ihr?

    Um mit den Produkten noch mehr Kund:innen anzusprechen und neue Zielgruppen zu erschließen, soll unsere Produktpalette in den kommenden Jahren stärker an individuelle Bedürfnisse angepasst werden. Hierfür haben wir uns zum Ziel gesetzt, weitere Kunststoffarten zu recyceln und neue Verarbeitungsmethoden zu entwickeln – mit entsprechenden Forschungsinstituten stehen wir bereits im Austausch. Wir suchen nach weiteren Standorten in der Karibik sowie neben Indonesien in Süd- und Südostasien, um die Rohstoffmengen steigern und die Kapazitäten ausbauen zu können. Da die Zusammensetzung des Plastikmülls abhängig von der Region und von Umwelteinflüssen wie Strömungen und Winden stark schwankt, soll durch eine verbesserte Reinigung und Materialverwertung der Plastik-Rohstoff auf einem konstanten Niveau verfügbar sein.

    Auch international wollen wir bekannter werden: So möchten wir das Momentum nutzen, um die Vorreiterrolle als nachhaltig agierendes Fashion-Unternehmen und das Alleinstellungsmerkmal als weltweit erster Rucksack aus Ocean Impact Plastic zu stärken. Der Fokus der Expansion liegt – neben der DACH-Region und den USA als Standorte – künftig auch verstärkt auf weiteren europäischen Ländern. Wir haben die Benelux-Staaten sowie Australien als wichtige Märkte mit viel Potenzial identifiziert und wir wollen vermehrt Kund:innen in Skandinavien ansprechen.

    Ebenso wichtig wie wirtschaftliches Wachstum ist es uns jedoch auch, Aufmerksamkeit zu erregen, das Problembewusstsein für die Umweltverschmutzung zu stärken und gemeinsam mit Mitstreiter:innen, Politik und Öffentlichkeit konkrete Lösungen aufzuzeigen. Deshalb sind in den kommenden Jahren öffentlichkeitswirksame Kampagnen geplant, um die Menschen weltweit für das Plastik-Problem zu sensibilisieren.

  • Warum habt ihr euch für eine Expansion in die USA entschieden?

    Wir wagten Mitte 2020 den Schritt, einen zweiten Standort in Portland, Oregon, an der Westküste der USA zu eröffnen. Aus unserer Sicht bietet der dortige Markt riesiges Potential, weil der Nachhaltigkeits-Trend verglichen mit Europa noch in den Anfängen steckt und der Recyclingmarkt noch nicht so weit erschlossen ist. Darüber hinaus bietet ein Vertrieb in den USA vielfältige Möglichkeiten, mit dort ansässigen Organisationen und Initiativen zu kooperieren – wir sind überzeugt, dass dies die Voraussetzung ist, um das Müllproblem ganzheitlich und global anzugehen.

  • Wie soll sich euer Vertrieb weiterentwickeln?

    Unser Vertrieb ist mit unserem eigenen Online-Shop und externen Händler:innen auf zwei relativ gleichgewichtigen Standbeinen aufgebaut – was sich während der Pandemie als krisensicher erwiesen hat. Ziel unserer Expansionsstrategie ist es, beide Kanäle internationaler auszurichten und auf die breitere Produktpalette vorzubereiten.

CLEAN-UP-PROGRAMM INDONESIEN

  • Wie viel Plastik habt ihr bereits recycelt?

    Die Gesamtmenge des von uns bisher gesammelten Ocean Impact Plastic wird über einen Live-Tracker auf unserer Website erfasst. Gemeinsam mit dem Berliner Start-up „Cleanhub“ dokumentieren wir die Leistung des Clean-up-Programms in Indonesien, um die Menge des gesammelten Plastiks sowie seine Zusammensetzung transparent zu machen und seine genaue Herkunft offenlegen zu können. Durch diese Zusammenarbeit können dritte Unternehmen außerdem ihren Plastikverbrauch kompensieren und sich so indirekt an der Clean-up-Aktivität beteiligen. 
  • Wie setzt sich das gesammelte Ocean Impact Plastic zusammen?

    PET: etwas mehr als 10%

    PP: knapp 5%

    HDPE: deutlich weniger als 5% - jedoch schwer zu identifizieren

    LDPE/LLDPE: 20% (beispielsweise Plastiktüten)

    Mixed: etwa 55% (Folien- und Plastiktütenreste, verschiedene Polyethylen-Varianten, Polycarbonate, Polystyrole, Polypropylen und Behältnisse ohne Kennzeichnung sowie alleine rund 20% Verbundwerkstoffe – beispielsweise Sachets für Shampoo oder Ketchup – die auf Grund der Alu-Beschichtung besonders schwer zu recyceln sind) 

    Eimer und Rohre: etwa 5% (vermutlich PVC, aber auch hier ohne Kennzeichnung)

  • Was passiert mit dem gesammelten Ocean Impact Plastic, das nicht weiter verwertet werden kann bzw. den Kunststoffen, die kein PET sind?

    Kern unserer Unternehmensphilosophie ist, das Plastik-Problem ganzheitlich zu adressieren: Sämtliche mit unseren Sammelstellen zusammengetragene Kunststoffsorten führen wir individuellen Recycling-Lösungen zu. Wir suchten deshalb von Anfang an nach innovativen Möglichkeiten, um nicht nur das werthaltige PET, sondern auch sämtliche andere Materialien weiterzuverwenden. In Indonesien konnten wir unser Vorhaben realisieren – da wir hier schnell Partner:innen fanden, die das Plastik in einem technologisch anspruchsvollen Prozess, der europäischen Standards entspricht, zu Pellets verarbeiten können. Auch konnten wir hier Abnehmer:innen identifizieren, die aus sämtlichen, nicht zur Produktion von unseren Produkten nutzbaren Kunststoffsorten weitere neue Artikel herstellen oder sie zur Wärmegewinnung verwenden.

    Materialien aus PP, HDPE, LDPE, PS und PVC vermitteln wir an lokal ansässige Unternehmen, die sie mechanisch recyceln – sie also zu sogenannten Sekundärrohstoffen aufbereiten, bevor sie in anderen, neuen Produkten aufgehen können.

    Einen Großteil sogenannter Reststoffe machen Verbundwerkstoffe aus, die durch Beschichtungen und Klebstoffe besonders schwer zu recyceln sind. Bislang nutzen wir sie deshalb als Brennstoff, um aus ihnen Energie zu gewinnen – als Alternative zur Verbrennung fossiler Brennstoffe. Im Vergleich zur herkömmlichen Energiegewinnung substituieren wir neue Rohstoffe und halten mit einem Filtersystem nach europäischen Standards die entstehenden Emissionen gering.

  • Warum nutzt ihr mehr als 60% des gesammelten Ocean Impact Plastics zur Wärme- und Energiegewinnung?

    Für die Produktion unserer Rucksäcke recyceln wir PET-Kunststoffe, die rund 10-15% des gesammelten Ocean Impact Plastics ausmachen. Auch für die anderen Kunststoffsorten konnten wir mittlerweile Abnehmer:innen finden, die sie für neue Produkte oder zur Wärmegewinnung verwenden. Problematisch sind dabei vor allem Verbundwerkstoffe, also Gemische, die Beschichtungen oder Klebstoffe enthalten. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft können sie nur eingelagert oder alternativ zur Wärme- und Energiegewinnung genutzt werden, um damit fossile Brennstoffe zu ersetzen. Unser Clean-up-Programm unterliegt laufenden Kosten, die eine Einlagerung unmöglich machen. Die Kosten der Einlagerung würden den Wert des Plastik enorm übersteigen, da nicht klar ist, ob und wann das Plastik weiterverarbeitet werden kann. Daher ist es sinnvoller, das Plastik direkt der Energiegewinnung zuzuführen und somit endgültig aus der Umwelt zu entfernen und fossile Brennstoffe einzusparen. Deshalb wird der Anteil des Ocean Impact Plastics, den wir als „Reststoffe” zusammenfassen, zur Energiegewinnung genutzt. Die Erlöse daraus reinvestieren wir in die Clean-up-Infrastruktur.

    Wir kooperieren mit dem Berliner Start-up Cleanhub und verkaufen in diesem Rahmen die sogenannten Reststoffe des gesammelten Ocean Impact Plastics an Indocement, eine Tochter der deutschen Heidelberg Cement AG. Damit werden Folien- und Plastiktütenreste, Sachets für Shampoo oder Ketchup und andere Verbundstoffe, die zum Beispiel aufgrund ihrer Alubeschichtung aktuell noch nicht zu anderen Produkten aufbereitet werden können, der Energiegewinnung zugeführt. Cleanhub wiederrum verkauft Zertifikate an dritte Unternehmen, die damit das thermische Recycling mit Indocement finanzieren und ihren Plastikverbrauch kompensieren können. Im Gegenzug unterstützt uns Cleanhub, indem sie die Menge des geborgenen Plastiks genau dokumentieren und damit unsere Clean-up-Leistung transparent darstellen.

  • Was ist der Unterschied zwischen Meeresplastik und Ocean Impact Plastic?

    Unserem Verständnis nach treibt Meeresplastik auf den Ozeanen und formiert sich zu immer größer werdenden Müllteppichen, die das Ökosystem bedrohen. Es zu sammeln, zu sortieren und zu recyceln ist meist recht aufwendig, da Schiffe zum Sammeln benötigt werden und es durch das Salzwasser und die Witterung häufig schon stark zersetzt ist. Begriffe wie Meeresplastik, Ocean-Bound Plastic, Ocean Plastic, etc. sind bislang nicht geschützt, nicht überschneidungsfrei und die Definitionen entsprechend schwammig. Da sie trotzdem häufig für Werbezwecke verwendet und nicht klar abgegrenzt werden, ist der genaue Ursprung des Plastiks oft unklar und Konsument:innen können sich getäuscht fühlen. 

    Mit dem Begriff Ocean Impact Plastic möchten wir uns hiervon distanzieren und transparent dokumentieren, woher das gesammelte Plastik genau stammt und in welcher Form es dort die Meere bedroht. Die Definition von Ocean Impact Plastic ist hier nachzulesen. 

  • Warum verhindert ihr Plastikvorkommen auch schon bevor sie im Meer landen?

    Mit unserem Clean-up-Programm in Demak haben wir 2016 als weltweit erster Rucksackhersteller begonnen, Plastik aktiv aus dem Meer zu sammeln und aufzubereiten. Mittlerweile sehen wir infolge unserer Erfahrungen vor Ort und basierend u.a. auf Berechnungen von Jambeck et al. (2015) einen mindestens genauso großen Hebel gegen Plastik im Meer darin, unsachgemäß entsorgten Plastikmüll von vornherein zu verhindern. Indem wir die Materialien für unsere Produkte heute nicht mehr ausschließlich aus dem Meer sammeln, sondern ausgehend von der Küste immer größere Gebiete mit den Sammelstellen erschließen, konnten wir in den ersten beiden Jahren unserer Geschäftstätigkeit unseren Impact vor Ort vervielfachen – indem wir den Menschen vor Ort eine direkte Möglichkeit zum Recycling bieten, somit grundlegende Strukturen für Abfallbewirtschaftung schaffen und präventiv dagegen vorgehen, dass das Plastik langfristig das Meer bedroht. Die verstärkte Nachfrage nach unseren Produkten, der technische Fortschritt unserer Produktion und der Ausbau unseres Clean-up-Programms ermöglicht es uns mittlerweile sogar, das zeit- und kostenaufwendige Sammeln des Plastiks in diesem frühen Stadium sogar dann weiter auszubauen, wenn wir es nicht für die eigene Produktion nutzen können. 

  • Wie begegnet ihr der Aussage, dass Recycling von Meeresplastik wirtschaftlich gesehen nicht rentabel ist?

    Die Forschung zum Thema Meeresplastik allgemein, aber auch zu Ocean Impact Plastic, steht erst am Anfang – und parallel dazu schreiten unsere Arbeit und der technische Fortschritt der Produktion stetig voran. Auch der Aufbau unseres Clean-up-Programms basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen – wie denen des Ozeanologen Erik Van Sebille, der Bewegungen von Meeresplastik über einen längeren Zeitraum dokumentiert. Unter anderem zeigt er auf, dass es sich in Küstennähe bewegt, von Strand zu Strand und von Mangrove zu Mangrove zirkuliert und in diesen unterschiedlichen Stadien gleichermaßen das Meer bedroht.

    Allgemeine Aussagen zur Rentabilität von recyceltem Plastik stufen wir als schwierig ein – da sowohl die Wissenschaft als auch in diesem Bereich tätige Organisationen mit ihren Erkenntnissen noch ganz am Anfang stehen und sich und ihre Arbeit stetig weiterentwickeln. Auch in unserem Fall hängt natürlich viel von lokalen Gegebenheiten und schwankenden Einflussfaktoren wie Wetter, Jahreszeit und der gesellschaftlichen Lage ab. Basierend auf den Erfahrungen würden wir insofern zustimmen, dass es für große Produktionen, die konstant gleichbleibende Qualität erfordern, eine Herausforderung darstellen dürfte, die Wertschöpfungskette rein mit Meeresplastik zu versorgen.

    Bei der Aufbereitung des Ocean Impact Plastics kalkulieren wir daher mit einer schwankenden Qualität des Garns – und damit einer größeren Ausfallquote. Bewusst verzichten wir darauf, Additive wie neue Kunststoffe oder chemische Zusätze zu verwenden, um die mechanischen Qualitäten des recycelten Plastiks zu verändern. Stattdessen reinigen wir das Plastik besonders gründlich, vorsortieren und optimieren Prozessparameter kontinuierlich, sodass die Qualität des Garns möglichst konstant bleibt. Trotzdem können wir natürlich nicht ganz verhindern, dass sich das Textil für unsere Produkte geringfügig unterscheidet und kleine Fehler in der Materialstruktur aufweist.

  • Wo befindet sich euer Clean-up-Programm und warum genau dort?

    Unser erstes eigenständig aufgebautes Clean-up-Programm befindet sich in Demak auf Java. Der Stützpunkt des Clean-up-Programms liegt an der Mündung mehrerer Flüsse, die zusätzlich zum Plastik, das Winde und Regen vom Land ins Meer tragen, große Mengen Plastikmüll aus dem Landesinneren ins Meer befördern. Der dort geborgene Plastikabfall ist tendenziell weniger stark verunreinigt und zersetzt, sodass wir ihn vor dem Weitertransport nicht allzu intensiv sortieren und reinigen müssen. Durch diese Ausgangsstoffe ist sichergestellt, dass die Qualitätsansprüche unserer Kund:innen an die Rucksäcke und Taschen voll erfüllt werden können. 

PRODUKTE

  • Was macht eure Produkte so besonders?

    Symbolisch stehen unsere Produkte für saubere Ozeane und einen verantwortungsbewussten Einsatz von Plastik. Deshalb sammeln wir nicht nur das Ocean Impact Plastic, das für die Produktion der Reise- und Alltagsbegleiter recycelt wird, sondern führen auch die dafür nicht verwertbaren Kunststoffe geeigneten Recycling-Lösungen zu. So sorgen wir gemeinsam mit unseren Kund:innen dafür, dass sie nie wieder im Meer landen, denken Kreislaufwirtschaft neu und kämpfen aktiv für den Erhalt der Lebensräume. 

     

    Mit dem Ziel einer Kreislaufwirtschaft sind unsere Rucksäcke aus recycelten Materialien hergestellt und besonders robust verarbeitet. Wir verzichten bewusst auf immer neue Kollektions-Zyklen und verfolgen eine zeitlose, minimalistische Designsprache. Statt saisonalen Trends nachzugehen, können Kund:innen sich möglichst langfristig darauf verlassen. Und falls doch einmal etwas daran repariert werden muss, können Kund:innen den kostenlosen Reparaturservice nutzen.

     

    So wollen wir weltweit ein verstärktes Bewusstsein schaffen – sowohl mit unserem eigenen Clean-up-Programm und der Aufklärungsarbeit vor Ort in Indonesien, aber auch indem Menschen weltweit für Plastik-Recycling sensibilisiert werden. “Create an Impact“ – wir regen zum Nachdenken an, wollen das eigene Handeln hinterfragen und gemeinsam Veränderung bewirken. 

  • Wofür stehen eure Unternehmensfarben bzw. die Farben der Schleife Navy, Rot, Türkis und Schwarz?

    Unsere Unternehmensfarben sind auch die Lieblingsfarben der Menschheit. Sie symbolisieren unsere Vision, Menschen zu vereinen, indem wir leidenschaftlich daran arbeiten, die Weltmeere von Plastik zu befreien. Indem wir eine Bewegung schaffen, die durch den Glauben an eine funktionierende Kreislaufwirtschaft verbunden ist. Und indem wir nicht müde werden, auf mit Plastik zusammenhängende Missstände hinzuweisen. 

    Blau ist weltweit die beliebteste Farbe und symbolisiert das Bestreben, etwas für die Qualität der Meere zu tun. Es steht aber auch für Kommunikation und damit für das Ziel, gut mit allen Partner:innen in der Wertschöpfungskette zusammenzuarbeiten. Hier lässt sich auch die aus Blau und Grün bestehende Mischfarbe Türkis einordnen – die Farbe der Freundschaft, die für Gelassenheit und Ehrlichkeit steht. Rot gilt als die Farbe der Leidenschaft, in manchen Kulturen aber auch des Glücks und passt damit ebenfalls bestens zu unserer Mission, eine große Bewegung zur Lösung von Umweltproblemen ins Leben zu rufen. Das Schwarz unserer Produkte steht für Eleganz, Sachlichkeit und Funktionalität.

  • Sind eure Produkte vegan?

    Die Fischer:innen unseres Netzwerks, die Teile des für die Rucksäcke recycelten Ocean Impact Plastics als Beifang aus dem Meer sammeln, fangen natürlich hauptsächlich Fische und andere Meerestiere. Dass unsere Produkte demnach mit tierischen Produkten in Berührung kommen, kann nicht vollständig ausgeschlossen werden. Ausgehend von den verwendeten Materialien sind die Produkte jedoch vegan. 

  • Welche Materialien nutzt ihr zusätzlich zum Textil aus selbst gesammeltem Ocean Impact Plastic und welche Mindeststandards erfüllen sie? Woher stammen die Materialien?

    Zusätzlich zum Textil aus Ocean Impact Plastic verwenden wir für die Produktion der Taschen und Rucksäcke vorwiegend recycelte Kunststoffe. Für einige Elemente zur Polsterung konnten wir bislang noch keine Alternativen aus recycelten Materialien finden, die unseren Qualitäts- und ökologischen Ansprüchen genügen. Diese beziehen wir aktuell noch fabrikneu – suchen jedoch gemeinsam mit Partner:innen vor Ort mit Hochdruck nach Alternativen aus recyceltem Kunststoff. Zusätzlich zu den Teilen, die wir aus Ocean Impact Plastic herstellen, verwenden wir für unsere Taschen und Rucksäcke aktuell primär folgende Zutaten:

    Mesh-Gewebe – rPET & PET (Recyceltes Polyester & Polyester)

    Polsterung (je nach Modell) – PE (Polyethylen), EVA (Ethylen-Vinylacetat) oder PU (Polyurethan)

    Gurte – rPET (Recyceltes Polyester)

  • Warum verkauft ihr auch Produkte, die nicht aus Ocean Impact Plastic hergestellt werden?

    Mit der Edelstahl-Thermosflasche und den Merchandising-Shirts sowie -Pullovern haben wir auch Produkte im Sortiment, die nicht aus Ocean Impact Plastic hergestellt werden. Trotzdem unterstützen Kund:innen damit indirekt mit einer Spende unser Clean-up-Programm in Indonesien: Mit jedem verkauften Produkt der 'Impact Collection' stärken wir die Infrastruktur und schaffen Strukturen, um langfristig zu einem funktionierenden Abfallwirtschaftssystem beizutragen.

  • Sind die Rucksäcke wasserdicht oder wasserfest?

    All unsere bestehen aus einem Gewebe aus extrem robustem 600D recyceltem Polyester-Garn aus 100% Ocean Impact Plastic. Alle Gewebe sind von der Innenseite wasserdicht mit PU oder TPU beschichtet und auf der Außenseite mit PU oder einer DWR-Imprägnierung (Durable Water Repellency) zusätzlich wasser- und schmutzabweisend ausgerüstet. Alle verwendeten Materialien sind PVC- und PFC-frei. Unser Gewebe verarbeiten wir in zwei verschiedenen Techniken zu Produkten:

    Alle ROLLTOPS und WEEKENDER stellen wir nach Maß aus einem TPU- und PU-beschichteten Material mit Hochfrequenzschweißung her. Durch dieses Schweißverfahren entstehen Nähte, die wasserdicht sind und die gleiche Reißfestigkeit haben wie der Stoff. So ist das gesamte Produkt super robust und alle Nähte sind 100% wasserdicht. Die Wassersäule des Gewebes beträgt über 20.000 mm. Der Inhalt ist somit vor Regen und anderen Witterungseinflüssen geschützt –  vorausgesetzt, die Öffnung ist fest aufgerollt und verschlossen. 

    All unsere anderen Produkte wie DAYPACKs und HIP BAGs werden mit speziellen Nähmaschinen genäht. Das Material ist auf der Rückseite PU-beschichtet und auf der Vorderseite mit einer DWR (Durable Water Repellency) ausgestattet. Die Wassersäule beträgt mindestens 1.500 mm. Durch eine DWR-Behandlung sind unsere Produkte dieser Linie dauerhaft wasserabweisend. Regen wird durch die PU-Beschichtung abgehalten, würde aber bei starkem Wetter durch die Nähte ins Innere gelangen. Leichter Regen, kurze Schauer oder Spritzwasser können dem Inneren der Produkte jedoch in der Regel nichts anhaben.

  • Wie viel Ocean Impact Plastic recycelt ihr pro Rucksack?

    Um einen der ikonischen ROLLTOP Rucksäcke herstellen zu können, sammeln wir pro Stück rund 3,5 Kilogramm Plastikmüll. Davon verwenden wir nur der PET-Anteil, der meist um die 10% des gesammelten Plastikmülls beträgt, zur Herstellung unseres robusten Garns – jeder Rucksack besteht aus knapp 350 Gramm Ocean Impact Plastic. 

  • Aus wieviel Prozent Ocean Impact Plastic bestehen eure Rucksäcke?

    Bezogen auf die Fläche bestehen unsere Produkte zum Großteil aus dem von uns selbst gesammelten und recycelten Plastik. Bezogen auf deren Gewicht sind es rund 30%, weil andere Zutaten wie Schnallen, Reißverschlüsse aus recyceltem Kunststoff verhältnismäßig schwer sind.

  • Warum bekommen eure Rucksäcke schneller Gebrauchsspuren als Rucksäcke aus neuem Material?

    Da all unsere Produkte aus recycelten Materialien bestehen, kann es immer wieder zu kleinen Abweichungen in Struktur und Farbe kommen. Dies ist kein Beweis für mangelnde Qualität, sondern lediglich die Folge davon, dass wir tatsächlich recyceltes, selbstständig gesammeltes Ocean Impact Plastic zur Produktion verwenden. Dennoch ist natürlich der Anspruch, ein einwandfreies Produkt herzustellen, und wir arbeiten mit Hochdruck daran, kleine Fehler der Materialstruktur zu beheben. Unebenheiten lassen sich aber auch zu Hause mit einem feuchten Mikrofasertuch oder einem Cockpit-Reinigungstuch ausbessern.

  • Können eure Produkte in der Waschmaschine gewaschen werden?

    Um die Beschichtung der Produkte nicht zu extrem zu beanspruchen, dürfen die Rucksäcke nicht in der Waschmaschine gereinigt werden. Am Besten mit warmen Wasser, einen weichen Schwamm oder Bürste abwischen oder abreiben. All unsere Textilien können entsprechend der im Produkt befindlichen Pflegeanleitung gewaschen und gereinigt werden. Produkte, die nicht entsprechend der Pflegeanleitung gereinigt wurden, sind von der zweijährigen Garantie ausgenommen. Unsere Bottle aus Edelstahl ist spülmaschinenfest.

  • Entsprechen eure Produkte der REACH-Verordnung?

    Keines unserer Produkte enthält Substanzen (Substances of Very High Concern) in Konzentrationen, die der Reach Verordnung unterliegen. Sowohl Stoff, Beschichtung als auch sämtliche weitere Zutaten wie Reißverschlüsse oder Schnallen sind REACH-konform (gemäß Liste von 2021). Weitere Informationen hierzu können über die AskREACH Datenbank abgerufen werden. 

PRODUKTION | ZERTIFIKATE & AUDITS

  • Wie stellt ihr soziale & ökologische Standards entlang der Wertschöpfungskette sicher?

    Die Personen, die für uns in Indonesien tätig sind, werden nach der Menge des eingesammelten Plastikmülls bezahlt. Sie erhalten ein Mehrfaches des lokalen Kunststoffpreises. Um ihre Sicherheit bei der Arbeit gemäß europäischen Maßstäben gewährleisten zu können, schulen wir sie vor Ort und stellen ihnen Arbeitskleidung zur Verfügung. Zurzeit arbeiten wir daran, ihnen ID-Nummern zuzuordnen, um nicht nur langfristig mit ihnen zusammenzuarbeiten, sondern ihnen auch weitere Vergütungen anbieten zu können – wie Versicherungen und Schulgeld. 

     Alle Partner:innen entlang unserer Wertschöpfungskette sind zu regelmäßigen externen Audits verpflichtet, die bestätigen, dass die Ressourcen verantwortungsvoll genutzt werden und sämtliche Produktionsschritte möglichst geringe negative Auswirkungen auf Menschen und Umwelt haben.

    Der für unsere Produkte gesammelte PET-Anteil des Ocean Impact Plastics wird nach dem Global Recycle Standard (GRS)aufbereitet. Der GRS ist ein freiwilliger, internationaler Produktstandard, der bestätigt, dass alle Recyclingmaterialien den Spezifikationen der Non-Profit-Organisation Textile Exchange entsprechen und alle Produktionsschritte deren strenge soziale und ökologische Anforderungen erfüllen. Unsere Kunststoffaufbereitung ist darüber hinaus nach den Qualitäts- und Umwelt-bezogenen ISO-Normen 9001 und 14001 zertifiziert.

    Unsere Textilproduktion im chinesischen Quanzhou unterliegt der SMETA-Zertifizierung, die durch das Bureau Veritas Registre International de Classification de Navires et d’Aeronefs ausgestellt wird. Sie belegt, dass beim Herstellungsprozess die ökonomischen, ökologischen und sozialen Anforderungen der Organisation erfüllt werden. Die von den Produktionspartner:innen in Auftrag gegebenen Zertifizierungen werden in CSR-Prüfberichten dokumentiert und sind damit von uns, den Partner:innen in der Wertschöpfungskette und von Kund:innen einsehbar.

    Aktuell haben wir speziell für uns einen Code of Conduct erarbeitet, in dem festgelegt ist, welche Werte wir vertreten, wie wir arbeiten und welche Standards wir dabei einhalten wollen. Diese Verpflichtung gilt auch für die Zusammenarbeit mit unseren Partner:innen. So weisen wir transparent nach, dass wir die Rucksäcke und Taschen nachhaltig und sozialverträglich produzieren und den hohen Erwartungen unserer Kund:innen entsprechen. 

  • Wie seid ihr mit eurem Clean-up-Programm in Indonesien in Kontakt?

    Wir pflegen einen sehr engen Kontakt mit unseren lokalen Ansprechpartner:innen: Max und Leonie, die für uns die Organisation des Clean-up-Programms in Indonesien steuern, sind so häufig wie möglich vor Ort, um uns eng mit den Beschäftigten vor Ort, den lokalen Behörden und der Stiftung Yayasan Rumah Ilham, die bei der Implementierung und Koordination des Clean-up-Programms unterstützen,  abstimmen zu können. Vor Beginn der Pandemie besuchten auch andere Mitglieder unseres Teams regelmäßig die Partner:innen in China. 

  • Wo ist der Standort eurer Produktion? Weshalb habt ihr euch für China entschieden?

    Der ROLLTOP Rucksack, der unsere Marke bekannt gemacht hat, wird in China produziert. Wir haben diese Entscheidung aufgrund der Expertise des Landes in der Textilherstellung und wegen der geografischen Nähe Chinas zu den Sammel- und Reinigungs-Aktivitäten in Indonesien getroffen. Außerdem verfügen dort angesiedelte Produzent:innen über das spezifisches Know-how, Textilprodukte mit einer Beschichtung oder Imprägnierung PCV- und PVC-frei auszurüsten, durch die unsere Produkte wasser-  und wetterfest werden. Die Produktion befindet sich in Quanzhou, in der Provinz Fujian, und erfüllt europäische Standards.

  • Mit welcher Authentifizierung ist eure Produktion in China zertifiziert?

    Die Bedingungen unserer Textilproduktion in Quanzhou entsprechen mit ihren ökonomischen, ökologischen und sozialen Maßnahmen der SMETA-Authentifizierung, ausgestellt durch das Bureau Veritas Registre International de Classification de Navires et d’Aeronefs.

  • Wie viel teurer ist euer recyceltes Garn im Gegensatz zu neuem Garn?

    Da die Preise für Garn stark schwanken und von der abgenommenen Menge abhängig sind, können wir hier nur sehr grobe Aussagen treffen. Auch verwenden kein neues Garn und haben entsprechend wenige Vergleichswerte vorliegen – gehen jedoch von mindestens dem doppelten bis dreifachen Preis im Vergleich zu regulärem Polyestergarn derselben Stärke aus. Wichtig ist, an dieser Stelle zu betonen, dass es sich bei den herkömmlichen PET-Garnen um einen wettbewerbsintensiven Massenmarkt handelt, die Garne aus aufwändig recyceltem Material jedoch nach wie vor ein Nischenmarkt sind, sodass die preislichen Unterschiede tendenziell noch gravierender sind.

    Darüber hinaus müssen wir immer mit einer schwankenden Qualität des Garns kalkulieren – und damit einer größeren Ausfallquote. Wir verzichten bewusst darauf, Additive wie neue Kunststoffe oder chemische Zusätze zu verwenden, um die mechanischen Qualitäten des recycelten Plastiks zu verändern.

TRANSPORT

  • Wie transportiert ihr eure Produkte?

    Die Pellets aus Ocean Impact Plastic transportieren wir zur Weiterverarbeitung per Schiff von Indonesien nach China. Vor Ort sind wir noch auf LKW-Transporte angewiesen, umweltfreundlichere Alternativen prüfen wir aber. Der Transport der fertigen Ware von China nach Deutschland und in die USA erfolgt per Schiff. Dort versenden wir die Produkte in wiederverwendbaren und recycelbaren Verpackungen aus 100% recycelten Materialien.

  • Was sind die Umweltauswirkungen des Transports? Wie verringert ihr sie immer mehr?

    Wir arbeiten daran, unseren Transport so klimaneutral wie möglich zu gestalten – können aber noch keine umfassenden Aussagen zur ökologischen Bilanz der Transporte treffen. Bereits vor dem Verkauf unseres ersten Rucksacks 2018 hatten unsere beiden Gründer Benjamin Mandos und Roman Ruster viel Zeit investiert, um Standorte zur Weiterverarbeitung und Produktion sowie unterschiedliche Transport-Optionen unter Umwelt-Gesichtspunkten zu vergleichen. Inzwischen haben wir bereits die Transporte zwischen den Sammelpunkten und Aufbereitungsanlagen innerhalb Indonesiens optimiert, die Fahrten reduziert und bedarfsabhängig organisiert. Durch eine Kooperation mit Plan A verfolgen wir das Ziel, den gesamten CO2-Ausstoß unserer Wertschöpfungskette nachvollziehen und offenlegen zu können.

GARANTIE

  • Welche Garantie bietet ihr an?

    Wir bieten zwei Jahre Garantie auf sämtliche Produkte.

  • Was ist euer Reparaturservice?

    Unsere langlebigen Rucksäcke sollen möglichst lange verwendet werden, ohne nachgekauft werden zu müssen. Deshalb bieten wir einen kostenlosen Reparaturservice an, falls Produkte jemals abgenutzt oder beschädigt sein sollten. Wenn wir sie nicht mehr reparieren können, sammeln wir die Produkte zunächst einmal, um zu eruieren, wie wir sie reparieren, aufbereiten oder zukünftig recyceln können. Damit verfolgen wir das Ziel, dass das einmal gesammelte Plastik nie wieder im Meer landet. 

  • Wie kann ich eure Garantie in Anspruch nehmen?

    Wenn etwas mit Deiner Bestellung nicht in Ordnung ist, dann nutze gerne unser Retourenportal. Melde dich mit Deiner Bestellnummer und Deiner E-Mail-Adresse an und schicke uns ein Foto des Schadens. Dann tauschen wir den Artikel aus oder reparieren ihn. 

BESTELLUNG & RETOUREN

  • Wo können eure Rucksäcke gekauft werden?

    Unsere Produkte können über unseren Online-Shop oder bei einem unserer Handelspartner:innen erworben werden. Mit dem Store Locator könnt IhrHandelspartner:innen in Eurer Nähe finden: https://got-bag.com/pages/store-locator.

  • Wie viel kostet der Versand aus eurem Online-Shop?

    Die Lieferung der Ware erfolgt innerhalb Europas. Versandkosten(inklusive gesetzlicher Mehrwertsteuer):

    Lieferungen nach Deutschland und Österreich:
    Versandkostenfrei ab einem Bestellwert von 50 EUR.
    Unter 50 EUR Bestellwert: 2,99 EUR Versandkosten.

    Lieferungen nach Belgien, Niederlande, Luxemburg:
    Versandkostenfrei ab einem Bestellwert von 70 EUR.
    Unter 70 EUR Bestellwert: 4,99 EUR Versandkosten.

    Lieferungen in die Schweiz*, Vereinigtes Königreich*, Norwegen*:
    Versandkostenfrei ab einem Bestellwert von 100 EUR.
    Unter 100 EUR Bestellwert: 7,99 EUR Versandkosten.

    Lieferungen nach Rest-Europa (ohne Inseln)*:
    7,99 EUR Versandkosten.

    Lieferungen nach Resteuropa (Inseln)*:
    49,00 EUR Versandkosten.

    *Bei Warenlieferungen außerhalb der Europäischen Union können Einfuhrabgaben (Zölle) anfallen. Für eventuell anfallende Zollkosten kommen wir nicht auf.

  • Nutzt ihr nachhaltige Versandmethoden?

    Unsere Produkte senden wir weltweit mit DHL GoGreen CO2-neutral in wiederverwendbaren und recycelbaren Verpackungen aus 100% recycelten Materialien. Auch Retouren wickeln wir dank unseres Partners 8Returns klimaneutral ab. Das bedeutet: Alle transportbedingten CO2-Emissionen, die während des Versands anfallen, gleichen wir durch CO2-Gutschriften aus – das gilt auch für Retouren. Mit diesen Gutschriften werden Klimaschutzprojekte auf der ganzen Welt unterstützt. Für mehr Informationen dazu und zu DHL GoGreen generell bitte hier klicken.

  • Wie können Artikel zurückgeschickt werden?

    Schreib gerne eine Mail mit Deinem Retouren-Wunsch an hello@got-bag.com oder melde Dich mit Deiner Bestellnummer direkt über unser Retourenportal bei uns. Du erhältst dann per DHL ein vorfrankiertes Retouren-Label. Das Geld wird Dir zurückerstattet, sobald die Rücksendung eingegangen ist. Die Rückgabefrist endet 14 Tage nach Erhalt der Ware.

  • Was kostet es, eure Produkte zu retournieren?

    Du kannst Deine bestellte Ware aus dem Inland und aus dem europäischen Ausland kostenfrei an uns zurücksenden.

  • Kann eine Bestellung in eurem Online-Shop storniert werden?

    Sobald Du Deine Bestellung in unserem Shop getätigt hast, wird diese automatisch an unsere Versandpartner:innen übermittelt. Falls Du uns jedoch direkt über hello@got-bag.com Bescheid gibst, dass du Deine Bestellung stornieren möchtest, geben wir unser Bestes, Deine Bestellung noch zu bearbeiten oder zu widerrufen. Andernfalls senden wir Dir gerne ein vorfrankiertes Retourenlabel zu.

  • Kann die Versandadresse einer Bestellung nachträglich geändert werden?

    Wenn Du Deine Versand- oder Rechnungsadresse nachträglich ändern möchtest, schreibe uns gerne eine Nachricht an hello@got-bag.com. Wir ändern die Anschrift dann für Dich.

  • Können Artikel aus eurem Online-Shop an eine Packstation geschickt werden?

    Du kannst Deine Bestellung gerne an eine Packstation senden lassen. Lediglich beim Weekender ist die Verpackung hierfür etwas zu groß. Um Verzögerungen zu vermeiden, würden wir Dich deshalb bitten, Deinen Weekender nur an eine Privatadresse zu bestellen. In einzelnen Fällen kann es natürlich auch bei unseren Produktsendungen passieren, dass das entsprechende Fach nicht frei ist und sie an uns zurückgeschickt werden. Selbstverständlich schicken wir Dir Deine bestellte Ware dann erneut zu.

  • Wie kann eine Bestellung bei euch verfolgt werden?

    Sobald wir Deine Bestellung an unsere Versandpartner:innen übergeben, bekommst du eine Mail mit den Tracking-Daten Deiner Bestellung. Normalerweise dauert dies ab dem Moment der Bestellbestätigung etwa 1-2 Werktage. Genauere Informationen zur Versanddauer und der Verfügbarkeit findest Du auf der jeweiligen Produktseite in unserem Online-Shop.

  • Welche Möglichkeiten gibt es zur Bezahlung in eurem Online-Shop?

    Du kannst bei Deinem Kauf in unserem Shop die Zahlungsweise individuell wählen. Bei der Zahlung per Rechnung über KLARNA achte bitte darauf, die Kontodaten auf Deiner KLARNA-Rechnung zu verwenden. Diese erhältst Du separat nach dem Kauf.

  • Die Frage wurde noch nicht beantwortet?

    Dann wende Dich hier an Theresa, Martin, Tristen und Diana vom Kund:innenservice. Sie helfen Dir so schnell wie möglich weiter. Wir freuen uns auf Deine Fragen!

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