Seit unserer Gründung 2018 sind wir von einem kleinen Start-up mit wenigen Mitteln, aber umso mehr Herzblut zu einem internationalen Unternehmen mit über 70 Mitarbeitenden gewachsen. Auf unserem Weg haben wir Vieles gelernt.
Doch viele dieser Meilensteine bleiben für Außenstehende im Verborgenen. Wenn wir Dinge neu denken und Prozesse verändern, geschieht dies meist hinter den Kulissen. In unserem neuen Impact Report 2025 möchten wir diese unsichtbare Arbeit sichtbar machen und teilen, wo wir stehen, was wir gelernt haben und woran wir arbeiten.
Unser Anspruch: Transparenz, die es Dir ermöglicht, unsere wichtigsten Tätigkeiten und komplexen Lieferketten eigenständig nachzuvollziehen. Wir wollen Türen für offenen Austausch öffnen – und dabei auch klar zeigen, wo Herausforderungen liegen und wo wir an Grenzen stoßen.
Dazu Kim Gerlach, Sustainability & Impact Managerin und Autorin des Impact Reports 2025:
„Es braucht Mut, als Organisation verletzlich zu sein. Offen zu zeigen, was noch nicht perfekt ist. Aber genau das ermöglicht echten Dialog – und lädt Menschen ein, Teil unserer Reise zu sein."
Aus Mission wird Impact
Vielleicht ist Dir aufgefallen: Der neue Report heißt nicht mehr Mission Report. Wir haben ihn umbenannt in Impact Report. Dafür gibt es mehrere Gründe.
Das Wort “Mission” klingt ein wenig nach einem heldenhaften Alleingang. Doch echte Veränderung ist nicht heroisch, sondern messbar. Wir wollen Dir belegbare Daten liefern: Greenproofing, also evidenzbasierte, transparente Kommunikation.
Genau hier setzt der Begriff Impact an. Er steht für echte Daten, klare Fakten und volle Transparenz.
Das ganze Bild zeigen
Mit unseren Erlösen finanzieren wir die Arbeit unserer Partnerstiftung GOT BAG Indonesia, die ein Clean-up- und Bildungsprogramm auf Java betreibt. In den bisherigen Mission Reports haben wir vorrangig über die Arbeit von GOT BAG Indonesia berichtet. Das bleibt enorm wichtig.
Aber es zeigt nicht das ganze Bild: Echte Wirkung entsteht entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Deshalb geht der Impact Report 2025 weiter. Hier einige Bereiche, die wir neu vorstellen:
Klima: Messen, um zu verstehen
GOT BAG begann mit einer einfachen Idee: Plastikmüll aus Küstenregionen in etwas Wertvolles verwandeln. Der Schutz der Ozeane bleibt unser Antrieb. Doch wir haben früh erkannt, dass Meeresschutz und Klimaschutz nicht voneinander zu trennen sind.
Seit 2021 erfassen wir deshalb konsequent unseren Corporate Carbon Footprint – von unseren internen Abläufen bis tief in die gesamte Lieferkette. Wir haben unsere größten Emissionstreiber identifiziert.
Dabei unterscheiden wir klar zwischen Faktoren, die wir direkt beeinflussen können, und Faktoren, die nur indirekt steuerbar sind. Aktuell entwickelt ein interner Arbeitskreis aus verschiedenen Teams unsere klare Klimastrategie mit festen Reduktionszielen. Wir verpflichten uns, diesen umfassenden Klimaschutzplan im Laufe von 2026 zu veröffentlichen.
Zertifizierungen: Mehr als nur Siegel
2025 war für uns ein intensives Jahr in Sachen Zertifizierungen. Wir sind auf dem Weg zur Re-Zertifizierung als B Corp™ und haben unser Portfolio um weitere Zertifizierungen erweitert, die wir dieses Jahr vorstellen werden. Zwei Standards sind uns dabei besonders wichtig:
Global Recycled Standard (GRS): Der GRS überprüft recyceltes Material und verfolgt es von der Quelle bis zum Endprodukt. Wir als GOT BAG GmbH sind nach dem Global Recycling Standard (GRS) zertifiziert. Hier gilt für uns absolute Präzision. Da eine pauschale Auslobung gesamter Produkte in unserem Fall unzulässig ist, bezieht sich unsere GRS-Zertifizierung immer auf einzelne Produktkomponenten, wie etwa den Hauptstoff oder das Innenfutter.
Ocean Bound Plastic (OBP): Seit November 2025 tragen wir als GOT BAG GmbH das OBP Scope Certificate der NGO Zero Plastic Oceans. Es ist der unabhängige Beleg für unsere transparente Arbeitsweise und bestätigt, dass unsere internen Prozesse höchsten Anforderungen an Rückverfolgbarkeit genügen.
Das Siegel stellt sicher, dass der Plastikmüll in Regionen ohne funktionierende Abfallinfrastruktur gesammelt wird, bevor er ins Meer gelangt. Unter fairen Bedingungen, mit lückenloser Rückverfolgbarkeit und unter Einhaltung sozialer Standards entlang der gesamten Lieferkette.
Hannah Knauer aus unserem Team verantwortet bei GOT BAG die Supply Chain Certification und beschreibt, was das in der Praxis bedeutet:
„Ein Großteil meiner Arbeit ist für die Kund:innen unsichtbar. Der Fokus geht weit über das eigentliche Produkt hinaus und liegt unter anderem auf Social Audits innerhalb der Lieferkette, bei denen wir auf etablierte Standards setzen. Bei der Prüfung jeglicher Auditberichte schaue ich sehr genau auf die Details. Wenn wir anschließend verändern, wie Dinge gemacht werden, passiert das meist im Verborgenen. Aber genau dort entsteht für mich echter Impact.”
Kollektiv handeln: Partnerschaften & Kollaborationen
Wir sind überzeugt davon, dass es Viele braucht, um etwas zu bewirken. Über unserer Partnerstiftung GOT BAG Indonesia hinaus arbeiten wir deshalb mit inspirierenden Organisationen zusammen, die auf ihre ganz eigene Weise zum Schutz der Meere beitragen. Um nur einige unserer Partner:innen zu nennen:
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Coral Gardeners, die sich für die Rettung der Korallenriffe einsetzen und diese durch Aufforstung wieder aufbauen.
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Plastic Fischer, die mit Barrieren (Trash Booms), Plastik in Flüssen abfangen, bevor es den Ozean erreicht.
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Team Malizia, die den Hochleistungs-Segelsport nutzen, um Ozean-Daten zu sammeln und globale Aufmerksamkeit für den Klimaschutz zu gewinnen.
Gleichzeitig setzen wir auf Kollaborationen mit Künstler:innen und Designer:innen wie Paula Votteler. Das Ziel: ungewöhnliche Zugänge zu komplexen Themen wie der Plastikverschmutzung zu schaffen und in nahbares Storytelling zu übersetzen.
GOT BAG als Arbeitgeber
Unser Verständnis von Fürsorge endet nicht vor der Office-Tür. Daher haben wir erstmals ein Kapitel zu unserer Unternehmenskultur und dem Arbeitsalltag bei GOT BAG integriert.
Wir verstehen GOT BAG als einen Begegnungsraum und ein lebendiges System, das sich stetig weiterentwickelt. Im Mittelpunkt: gemeinsame Sinnstiftung.
Dazu gehört es auch, uns regelmäßig zu fragen, wie wir noch fairer und transparenter handeln können. Ein konkretes Beispiel: Wir haben unseren Gender Pay Gap nicht einfach geschlossen. Stattdessen haben wir hinterfragt, warum es überhaupt existierte. Das Ergebnis: Wir konnten die Lücke von 6,6 % im Jahr 2024 auf -1,1 % im Jahr 2025 senken.
Unsere Ziele: Was kommt 2026?
Unser Gründer und Geschäftsführer Benjamin Mandos bringt es auf den Punkt: „Als Organisation wollen wir stets den ehrlichen Antrieb haben, Projekte zu schaffen, die der Umwelt, den Menschen und dem Ozean zugutekommen. Diese aufrichtige Fürsorge wollen wir nie aus den Augen verlieren – sie ist und bleibt der Kern dessen, was GOT BAG ist."
Was das konkret bedeutet: Wir werden unseren Klimaschutzplan veröffentlichen – mit konkreten Reduktionszielen, erarbeitet von einem internen Arbeitskreis. Wir werden unsere Richtlinien zur KI-Ethik weiterentwickeln. Wir werden Lebenszyklusanalysen für weitere Produkte durchführen, um deren Umweltauswirkungen transparent zu machen. Und wir werden neue Kollaborationen mit inspirierenden Partner:innen eingehen, die unsere Haltung teilen.
Es geht uns dabei nicht um Perfektion. Es geht um Ehrlichkeit, kleine Schritte und den Mut, Ziele öffentlich zu benennen. Damit wir im nächsten Report transparent darüber berichten können.
Lies mehr im vollständigen Impact Report 2025: Impact Report 2025.
